Der Koordinierungskreis zählt bis zu zehn Mitglieder, die mit ihrer jeweiligen Expertise und ihrem Engagement das regelmäßig stattfindende Forschungskolloquium begleiten, im Scientific Committee der Netzwerktagungen und der dazugehörigen Publikationen vertreten sind. Die ehrenamtlichen Mitglieder treffen sich zweimal im Jahr mit der Geschäftsstelle zur Besprechung aktueller Netzwerkthemen und der weiteren Entwicklung des Netzwerks, sind Multiplikator_innen und ggf. auch Ansprechpartner_innen für je fachspezifische Anfragen an das Netzwerk.

Ulaş Aktaş ist Professor für Grundschulpädagogik, Musisch-Ästhetische Erziehung und Kunstdidaktik an der UdK Berlin. Seine Forschungsschwerpunkte liegen im Bereich der hegemonie- und machtkritischen Ästhetischen Bildung der Kindheit. Aus einer kritisch erziehungswissenschaftlichen Perspektive fragt er nach Ursachen und Folgen der Reproduktion von sozialer Ungleichheit, nach ästhetischer Erfahrung unter postkolonialen Bedingungen, rassifizierter Vulnerabilität und den Transformationen der gouvernementalen Kulturen des Postdigitalen sowie einer care-feministischen Kritik an der Einbettung von Bildung in das kapitalistische Akkumulationsregime.

Tom Braun studierte Erziehungswissenschaft, Theaterwissenschaft und Neuere Deutsche Literatur an der FU Berlin. In seiner Promotion an der Philipps-Universität Marburg befasste er sich aus anerkennungstheoretischer Perspektive mit dem Verhältnis von Schule, Individualität und ästhetischer Erfahrung. Er ist Professor für Kultur- und Medienpädagogik an der IU Internationale Hochschule. Zu seinen Arbeits- und Forschungsschwerpunkten zählen Theorie und Praxis Kultureller Bildung, Pädagogik der Anerkennung, Kritische Kulturpädagogik, Kulturelle Schulentwicklung sowie kinder- und jugendgerechte Ganztagsbildung.

Nana Eger ist Professorin für Kulturelle Bildung an der Hochschule Merseburg und im Zwischenraum von (Tanz-)Kunst, Forschung und Vermittlung tätig. Zu ihren Arbeits- und Forschungsschwerpunkten zählen u.a. Diversität in der Kulturellen Bildung, Arbeitsprinzipien an der Schnittstelle von Kunst und Schule sowie zeitgenössische Tanzpädagogik und –didaktik. Sie studierte Sportwissenschaft und Tanztherapie (DGT) in Köln, Performance/Tanz und Participatory Arts in Oakland (USA) und zeitgenössischen Tanz in Arnheim (Niederlande).

Juliane Gerland studierte in Wuppertal und Heidelberg Allgemeine Musikerziehung, Instrumentalpädagogik und Musiktherapie. Nachdem sie mehrere Jahre in unterschiedlichen Kontexten im Bereich der elementaren Musikerziehung tätig war, folgte ein Promotionsstudium an der TU Dortmund. Ihre Forschungsarbeiten bewegen sich an der Schnittstelle von schulischer und außerschulischer Kultureller Bildung und Inklusion. So arbeitet sie beispielsweise zu inklusiven Prozessen in Einrichtungen der außerschulischen Kulturellen Bildung sowie zur Musikpädagogik als Motor inklusiver Entwicklung. Von 2015 bis 2018 war sie Junior-Professorin für Kulturelle Bildung und Inklusion an der Universität Siegen, seit 2018 hat sie eine Professur für Musik in kindheitspädagogischen und sozialen Handlungsfeldern an der FH Bielefeld inne.

Fabian Hofmann lehrt ästhetische Bildung und Erziehung in der Kindheit an der Fliedner Fachhochschule Düsseldorf und leitet den Master-Studiengang "Kultur – Bildung – Teilhabe. Kunst & Pädagogik in der frühen Kindheit". Er studierte Kunstpädagogik und Kunstgeschichte, war freiberuflicher Reise- und Museumsführer und später Abteilungsleiter Bildung an der Schirn Kunsthalle Frankfurt. In dieser Funktion verantwortete er umfangreiche sozialraumorientierte Bildungsprojekte und zahlreiche pädagogische Publikationen. Es folgte die Promotion über Interaktion im Museum, die mit dem Arnold-Vogt-Preis für Museumspädagogik prämiert wurde. Seit 2014 lehrt er an der Fliedner Fachhochschule Düsseldorf. Fabian Hofmann entwickelte dort den bundesweit ersten Studiengang für frühkindliche kulturelle Bildung und engagierte sich bei der Gründung des Netzwerks Frühkindliche Kulturelle Bildung.

Jule Korte studierte Kulturwissenschaften und Medienkulturanalyse in Frankfurt (Oder) und Düsseldorf. 2017 promovierte sie an der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf mit einer Arbeit zu Scripted Reality-Formaten, Fernseherfahrung und der Frage nach den Methoden ihrer Erforschung. Seit 2020 ist sie Professorin für Kultur- und Medienpädagogik an der IU Internationale Hochschule und leitet ebenfalls den gleichnamigen Bachelorstudiengang. 

Sarah Kuschel studierte Kulturwissenschaften und ästhetische Praxis in Hildesheim und Nykarleby/Finnland. Sie leitet den Programmbereich Bildende Kunst an der Bundesakademie für Kulturelle Bildung in Wolfenbüttel. Ihre Schwerpunkte und Interessen sind Theorie und Praxis ästhetischer und Kultureller Bildung insbesondere im Bereich der Bildenden Kunst, Biografische Forschung sowie Kulturelle Bildung und Lebensalter. Sie arbeitet in verschiedenen Gremien, wie dem Vorstand der LKJ Niedersachsen oder Jurys etwa beim Deutschen Kinder- und Jugendfilmzentrums Remscheid, mit.

Stefanie Kiwi Menrath ist Kulturanthropologin und Kulturvermittlerin. Sie studierte Ethnologie in Heidelberg und Köln und hat binational (London/Oldenburg) in Cultural Studies / Musikwissenschaften promoviert. Seit 2004 arbeitete sie in Berlin als freie Kulturvermittlerin, Medienpädagogin und Kuratorin. Von 2014-2017 entwickelte und evaluierte sie als wissenschaftliche Mitarbeiterin im Forschungsprojekt ARTPAED an der ASH Berlin eine Weiterbildung für Künstler/-innen aller Sparten zu Tätigkeiten in der Kulturellen Jugendbildung.

Vanessa-Isabelle Reinwand-Weiss studierte Pädagogik, Theater- und Medienwissenschaften, Italoromanistik und Philosophie in Erlangen und Bologna und schloss 2007 mit einer Arbeit zu Bildungs- und Lernprozessen im Theaterspiel ihre Promotion an der Universität Erlangen-Nürnberg ab. Anschließend leitete sie als Postdoktorandin eine UNESCO-Studie zur frühkindlichen Bildung an der Universität Fribourg (Schweiz). Nach einer Juniorprofessur Kulturelle Bildung am Institut für Kulturpolitik der Universität Hildesheim ist sie seit 2012 Direktorin der Bundesakademie für Kulturelle Bildung Wolfenbüttel und lehrt als Professorin für Kulturelle Bildung weiterhin in Hildesheim.

Claudia Roßkopf studierte Kulturanthropologie, Linguistik und Romanistik in Mainz und Wien. Ihre Abschlussarbeit, "The power of culture. Auswärtige Kulturarbeit zwischen Anspruch und Wirklichkeit!, behandelt Wirkungsmöglichkeiten der Kulturarbeit am Goethe-Institut La Paz, Bolivien. Sie war u.a. am Dokumentationszentrum und Museum über die Migration in Deutschland e.V., am Deutschen Auswandererhaus und am Museum Friedland. Als wissenschaftliche Mitarbeiterin war sie am Institut für Kulturpolitik der Uni Hildesheim tätig, dort verantwortlich für die Geschäftsstelle des Netzwerks Forschung Kulturelle Bildung.

Thomas Wilke studierte Medien- und Kommunikationswissenschaften, Geschichte, Germanistik und Philosophie in Halle/Saale und in Lille/Frankreich. 2008 schloss er mit einer medienkulturwissenschaftlichen Arbeit über DJs, Diskotheken und gelenkten Unterhaltungsformen in der DDR seine Promotion an der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg ab. 

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