Prof. Dr. Vanessa-Isabelle Reinwand-Weiss studierte Pädagogik, Theater- und Medienwissenschaften, Italoromanistik und Philosophie in Erlangen und Bologna und schloss 2007 mit einer Arbeit zu Bildungs- und Lernprozessen im Theaterspiel ihre Promotion an der Universität Erlangen-Nürnberg ab. Anschließend leitete sie als Postdoktorandin eine UNESCO-Studie zur frühkindlichen Bildung an der Universität Fribourg (Schweiz). Nach einer Juniorprofessur Kulturelle Bildung am Institut für Kulturpolitik der Universität Hildesheim ist sie seit 2012 Direktorin der Bundesakademie für Kulturelle Bildung Wolfenbüttel und lehrt als Professorin für Kulturelle Bildung weiterhin in Hildesheim.

Prof. Dr. Fabian Hofmann ist Professor für ästhetische Bildung und Erziehung in der Kindheit an der Fliedner Fachhochschule Düsseldorf. Er studierte Kunstpädagogik und Kunstgeschichte, war freiberuflicher Reise- und Museumsführer, später Abteilungsleiter Bildung an der Schirn Kunsthalle Frankfurt. In dieser Funktion verantwortete er umfangreiche sozialraumorientierte Bildungsprojekte und zahlreiche pädagogische Publikationen. Es folgte eine Promotion über Interaktion im Museum, die mit dem Arnold-Vogt-Preis für Museumspädagogik prämiert wurde. Fabian Hofmann ist seit vielen Jahren in der verbandlichen Kinder- und Jugendarbeit tätig, engagiert sich in Fachverbänden und in der museumspädagogischen Fortbildung.

Dr. Eric Sons hat an der Universität Bielefeld Soziologie studiert. Anschliessend hat er zehn Jahre als freischaffender Jazzmusiker, Veranstalter sowie Jazz- und Kulturpädagoge gearbeitet und war unter anderem künstlerischer Leiter der Frankfurter Jugendjazztage und Programmdirektor der Hamburger Jazzreihe "Jazz und Revolution". Er promovierte mit einer Grounded Theory der Bildhauerei, auf deren Grundlage er eine datenverankerte Analyse dingbezogener kultureller Bildungsprozesse erarbeitet hat. Seine Forschungsinteressen liegen in der Theoriebildung und Methodologie kultureller Bildungsforschung, Kultursoziologie, STS sowie Community Music. Aktuell beschäftigt er sich mit einer soziologischen Analyse von Bio-Art. Seit 2013 ist Eric Sons wissenschaftlicher Mitarbeiter an der Helmut-Schmidt-Universität Hamburg.

Jun.Prof. Dr. Juliane Gerland studierte in Wuppertal und Heidelberg Allgemeine Musikerziehung, Instrumentalpädagogik und Musiktherapie. Nachdem sie mehrere Jahre in unterschiedlichen Kontexten im Bereich der elementaren Musikerziehung tätig war, folgte ein Promotionsstudium an der TU Dortmund. Ihre Forschungsarbeiten bewegen sich an der Schnittstelle von schulischer und außerschulischer Kultureller Bildung und Inklusion. So arbeitet sie beispielsweise zu inklusiven Prozessen in Einrichtungen der außerschulischen Kulturellen Bildung sowie zur Musikpädagogik als Motor inklusiver Entwicklung. Seit 2015 ist sie Juniorprofessorin für Kulturelle Bildung und Inklusion an der Universität Siegen.

Sarah Kuschel studierte Kulturwissenschaften und ästhetische Praxis in Hildesheim und Nykarleby/Finnland. Sie ist Geschäftsführerin des Netzwerks Forschung Kulturelle Bildung und arbeitet als wissenschaftliche Mitarbeiterin am Institut für Kulturpolitik der Universität Hildesheim. Ihre Schwerpunkte und Interessen sind Theorie und Praxis ästhetischer und Kultureller Bildung, Biografische Forschung sowie Kulturelle Bildung und Lebensalter.  2012/13 wirkte sie bei der Evaluation des Projektes "MOTS - Moderner Tanz in Schulen" sowie im Projekt "Kulturelle Bildung in Deutschland - Bestand und Perspektiven" mit.

Dr. Tobias Fink studierte in München, Hannover und Hildesheim Pädagogik und Philosophie. Er promovierte mit einer  videographischen Arbeit über die Lernkultur eines Tanz- und Theaterprojekts und die mit dem Theaterspielen verbundenen Bildungsmöglichkeiten. Viele Jahre arbeitete er zudem im Bereich der offenen Kinder- und Jugendkulturarbeit, insbesondere im Bereich der Theater- und Zirkuspädagogik. Seine Forschungsinteressen liegen im Bereich der Theorie und Praxis Kultureller Bildung, der empirischen (Evaluations-)forschung, der Kulturpolitikforschung und der Organisationstheorie.

Prof. Dr. Joachim Ludwig hat die Professur für Erwachsenenbildung/Weiterbildung und Medienpädagogik am Institut für Pädagogik der Universität Potsdam  inne. Davor leitete er als Privatdozent an der Universität der Bundeswehr München das Forschungsprojekt "be-online", das aus Mitteln des Europäischen Sozialfonds und des Bundesministeriums für Bildung und Forschung gefördert wurde. Vor seiner wissenschaftlichen Tätigkeit war er 15 Jahre in der außerbetrieblichen Bildungspraxis und der betrieblichen Beratungspraxis tätig. Die Promotion an der Universität Regensburg und die Habilitation an der Universität der Bundeswehr München verliefen parallel zur Bildungs- und Beratungspraxis.

Nana Eger ist Professorin für Kulturelle Bildung an der Hochschule Merseburg und im Zwischenraum von (Tanz-)Kunst, Forschung und Vermittlung tätig. Zu ihren Arbeits- und Forschungsschwerpunkten zählen u.a. Diversität in der Kulturellen Bildung, Arbeitsprinzipien an der Schnittstelle von Kunst und Schule sowie zeitgenössische Tanzpädagogik und –didaktik. Sie studierte Sportwissenschaft und Tanztherapie (DGT) in Köln, Performance/Tanz und Participatory Arts in Oakland (USA) und zeitgenössischen Tanz in Arnheim (Niederlande).

Das Netzwerk Forschung Kulturelle Bildung wurde 2010 von Burkhard Hill, Tobias Fink, Alexander Wenzlik und Vanessa-Isabelle Reinwand-Weiss mit dem Ziel gegründet, das Feld der Forschung Kultureller Bildung zu vernetzen, zu strukturieren und den wissenschaftlichen Nachwuchs zu fördern.