Die Bundesakademie für Kulturelle Bildung Wolfenbüttel ist seit 1986 für die bundesweite Fort- und Weiterbildung von haupt-, neben- und ehrenamtlichen Kräften, die in künstlerischen und kulturvermittelnden Arbeitsfeldern tätig sind, zuständig. Sie dient auch als Forum des kulturfachlichen und kulturpolitischen Diskurses. Dazu gehören die Erarbeitung und Vermittlung innovativer Ansätze in der künstlerischen und kulturellen Bildung, die Beratung und Unterstützung von Institutionen und Personen des Kulturbereichs sowie kleinere Forschungsaufträge.

Die Akademie arbeitet in den Themenbereichen/ Sparten Bildende Kunst, Literatur, Musik, Darstellende Künste, Museum, Kulturmanagement, -politik und -wissenschaft. Sie bietet ein breitgefächertes, in Fachwelt und Politik anerkanntes und nachgefragtes Programm und gibt eine eigene Publikationsreihe heraus. Fortbildungskurse und -seminare der Bundesakademie zielen auf die Entfaltung künstlerischer Befähigungen und pädagogischen Geschicks. Sie unterstützen die Teilnehmer und Teilnehmerinnen dabei, sich auf dem Arbeitsmarkt Kultur zu bewegen, und fördern Kompetenzen, die nötig sind, in und für Kultureinrichtungen sowie Kulturverwaltung professionell zu arbeiten.

(Forschungs-)Tätigkeiten zur Kulturellen Bildung

  • Die Bundesakademie gibt eine eigene Publikationsreihe mit den Ergebnissen von Fachtagungen, aktuellen Diskursen und Projekten aus der vermittelnden Praxis heraus. Die Wolfenbüttel Akademie-Texte umfassen derzeit ca. 60 Publikationen.

  • Jährlich werden mehrere Tagungen in unterschiedlichen Sparten und mit verschiedenen Kooperationspartnern aus Forschung und Praxis angeboten.

  • 2015 findet beispielsweise ein Expertentreffen zum Handbuch Kulturelle Bildung und in Kooperation mit der Universität Hildesheim und dem Netzwerk Forschung Kulturelle Bildung regelmäßig das erste bundesweite Doktorandenkolloquium zur Forschung in der Kulturellen Bildung statt.

Ansprechpartnerin/Kontakt
Prof. Dr. Vanessa-Isabelle Reinwand-Weiss (Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!)
Direktorin der Bundesakademie für Kulturelle Bildung Wolfenbüttel

Schlossplatz 13
D-38304 Wolfenbüttel
www.bundesakademie.de

Das Team des Instituts für Kulturpolitik forscht und lehrt in den Bereichen Kulturpolitik, Kulturmanagement und Kulturvermittlung. 2009 wurde am Institut die erste und bisher einzige Professur für Kulturelle Bildung in Deutschland geschaffen. Seit 2011 ist die Geschäftsstelle des Netzwerks Forschung Kulturelle Bildung am Institut beheimatet und seit 2013 der UNESCO-Chair "Cultural Policy for the Arts in Development" (Kulturpolitik für die Künste innerhalb gesellschaftlicher Entwicklungsprozesse) eingerichtet. Neben vielfältigen Forschungsprojekten gestaltet das Institut die kulturwissenschaftlichen Studiengänge der Universität maßgeblich mit und bietet mit dem Master „Kulturvermittlung“  Studierenden die Möglichkeit, profunde wissenschaftliche, künstlerisch-gestaltende und organisatorische Kenntnisse in den Bereichen Kulturvermittlung, Kulturmanagement und Kulturvermittlung zu erwerben.

Forschungsprojekte zur Kulturellen Bildung

  • Anstiftung zur Kooperation? Begleitforschung zum Programm "Kulturagenten für kreative Schulen"
    Das Programm »Kulturagenten für kreative Schulen« (finanziert von der Kulturstiftung des Bundes und der Stiftung Mercator) hat das Ziel, nachhaltige Kooperationen zwischen Kulturakteuren und Schulen anzuregen, aufzubauen und zu verstetigen. Im Rahmen des Modellprogramms sind 138 Schulen in 5 Bundesländern, 46 KulturagentInnen und zahlreiche »Kulturpartner« involviert. Ziel der Begleitforschung war es, die Gelingensbedingungen erfolgreicher Kooperationen von Schulen und Kulturpartnern zu analysieren. Projektlaufzeit: Juni 2013–Mai 2016. Die Ergebnisse der Begleitforschung liegen als Buchpublikation vor: Kulturagenten als Kooperationsstifter? Förderprogramme der Kulturellen Bildung zwischen Schule und Kultur.

  • Handbuch Kulturelle Bildung
    Was ist Kulturelle Bildung? Was sind ihre theoretischen Grundlagen? In welchen Handlungsfeldern, Kunstsparten, Kultur- und Bildungseinrichtungen, Kontexten und Wirkungsformen findet sie statt? Obwohl Kulturelle Bildung seit einigen Jahren in aller Munde ist und zahlreiche Positionspapiere, Stellungnahmen, Modelle und Projekte ihre Aktualität und Bedeutung betonen, gab es bisher keine Gesamtdarstellung eines von vielen Expertinnen und Experten getragenen Verständnisses Kultureller Bildung.
    Das Handbuch Kulturelle Bildung versammelt nun erstmals systematisch über 180 Beiträge von fast ebenso vielen Autorinnen und Autoren, die Theorie und Praxis der Kulturellen Bildung umfassend darstellen. Teil I widmet sich den anthropologischen, pädagogischen, ästhetischen und gesellschaftlichen Fundamenten. Teil II entfaltet und bündelt die Komplexität und Vielfalt der Praxis Kultureller Bildung in Bezug auf ihre unterschiedlichen Orte, Zielgruppen und Themen und ihre politischen Dimensionen im Dreieck von Jugend-, Bildungs- und Kulturpolitik.

  • Begleitforschung "Zeig mal – lass hören!"
    "Zeig mal – lass hören!" ist ein Projekt zur ästhetischen Sprachbildung am Übergang von Kindertageseinrichtung zu Grundschule. Über einen Zeitraum von zwei Jahren arbeiteten in Springe/Deister in Niedersachsen drei Kitas und eine Grundschule zusammen. Die Ergebnisse der Begleitforschung liegen als Buchpublikation vor: Die Sprachen der Künste. "Zeig mal – lass hören" – Ein Projekt zur frühen künstlerischen Sprachbildung.

Ansprechpartnerinnen/Kontakt:
Sarah Kuschel (Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!)
Prof. Dr. Vanessa-Isabelle Reinwand-Weiss (Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!)

Institut für Kulturpolitik/Stiftung Universität Hildesheim
Universitätsplatz 1
31141 Hildesheim

www.uni-hildesheim.de/kulturpolitik

Die so genannten „kreativen“ Medien haben in der Sozialen Arbeit eine Bedeutung im Bereich der Methodenausbildung. Anknüpfend an die Traditionen der Sozial- und Reformpädagogik dienen kreative Methoden der Selbsterfahrung (Selbstwirksamkeit) und der sozialen Integration bzw. Teilhabe von Menschen jeden Alters. Darüber hinaus verfolgt die Sozialpädagogik auch einen Bildungsanspruch, der von der individuellen Bildung der Sinne bis zur kollektiven Gestaltung des sozialen Raums bzw. des Gemeinwesens reicht. In diesen Zusammenhängen werden Studierende an die Nutzung kreativer Medien im Rahmen sozialarbeiterischen Handelns herangeführt und erhalten die Gelegenheit, eigene Projekte zu entwickeln und durchzuführen, die von der Hochschule fachlich begleitet werden. Eigene künstlerisch-kreative Vorerfahrungen werden in der Regel vorausgesetzt. Dennoch können die Studierenden in verschiedenen werkstattförmigen Seminaren auch ästhetische Selbsterfahrung sammeln.

Forschungsprojekte zur Kulturellen Bildung

  • Evaluation des Münchner Kinderkultursommers 2011 mit einer Online-Befragung von ca. 600 Kindern und einer Befragung der beteiligten Fachkräfte. Eine Publikation erscheint 2013 im Kulturreferat der Landeshauptstadt München.

  • Evaluation des Modellprojektes „jamtruck der städtischen Folkwang Musikschule Essen, gefördert aus Mitteln der Stiftung Mercator (2011-2013). Eine Buch-Publikation im kopaed-Verlag München ist in Vorbereitung.

  • Wissenschaftliche Begleitung des Modellprojektes „culture-cloud“ zu Modellen der kulturellen Ganztagsentwicklung an Schulen in München ist in Vorbereitung.


Ansprechpartner/Kontakt
:
Prof. Dr. Burkhard Hill (Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!)

Am Stadtpark 20
81243 München/Pasing
Telefon: 089-1265-2311

Der Lehrstuhl ist für das Fach Pädagogik in seiner ganzen Breite zuständig. Besondere Schwerpunkte liegen hierbei in der Allgemeinen Pädagogik, der Kulturpädagogik/ästhetischen BIldung und Erziehung sowie der Schulpädagogik. Alle drei Bereiche werden unter dem übergreifenden Paradigma der „kulturellen Bildung“ sowohl theoretisch-systematisch, als auch historisch und insbesondere empirisch fokussiert. Dabei steht das Verhältnis von Bildung und Ästhetik hinsichtlich seiner bildungstheoretischen, anthropologischen, kulturtheoretischen, ästhetik-, medien- und kunsttheoretischen Grundlagen unter besonderer Berücksichtigung sowohl etablierter Felder der Kulturpädagogik als auch emergenter neuer Phänomene ästhetischer Artikulation im Zentrum.

Aktuelle Forschungsprojekte zur Kulturellen Bildung

  • BMBF-Verbundprojekt: Postdigitale kulturelle Jugendwelten
  • BMBF-Verbundprojekt: MEMU-IN
  • BMBF-Datenbank „Forschung zur Kulturellen Bildung in Deutschland seit 1990“

Ansprechpartner/Kontakt:
Institut für Pädagogik
Lehrstuhl für Pädagogik mit dem Schwerpunkt Kultur, ästhetische Bildung und Erziehung
Prof. Dr. Benjamin Jörissen (Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!)

Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg
Department Pädagogik – Institut für Pädagogik
Bismarckstraße 1a
91054 Erlangen

Das Institut für Bildungswissenschaft (IBIWI) ist Teil der Fakultät Bildung an der Leuphana Universität Lüneburg und umfasst die Arbeitsgebiete Schulpädagogik und Allgemeine Erziehungswissenschaft. Forschungsschwerpunkte am Institut bilden neben der Ästhetischen Bildung: Kindheitsforschung, Heterogenitätsforschung, Genderforschung und empirische Bildungsforschung.

In der Lehre bietet das Institut aktuell einen Nebenfach-Bachelor und Hauptfach-Master in Bildungswissenschaft sowie den Professionalisierungsbereich in den Lehramtsstudiengängen (Grund-, Haupt- und Realschulen; Berufliche Schulen Fachrichtung Sozialpädagogik) an.
Den inhaltlichen Schwerpunkt des bildungswissenschaftlichen Masters bildet das Profil „Community Education". Hierbei beschäftigen sich die Studierenden zum einen mit Fragen der Institutionenentwicklung im Bildungswesen, der Kooperation zwischen Jugendhilfe, Schule und Familie sowie der Vernetzung schulischer und außerschulischer Lernorte, zum anderen aber auch mit der Institutionalisierung von Kindheit und Jugend, der öffentlichen Normierung des Privaten und der Ökonomisierung der Bildung. Im Nebenfach „Kulturell-Ästhetische Bildung", welches gemeinsam mit der Fakultät Kulturwissenschaften angeboten wird, setzen sich Studierende vertiefend mit einem kulturellen Gebiet (Kunst, Musik, Literatur) auseinander und lernen aktuelle Theorien und Modelle der pädagogischen Kulturarbeit kennen. Ein weiteres Kennzeichen des Masterstudiengangs ist das über drei Semester fortlaufende Projektband. Hier entwickeln und bearbeiten die Studierenden eigene Forschungsfragen innerhalb bestehender Forschungskontexte der Lehrenden.

Forschungsprojekte zur Kulturellen Bildung

  • Vergleichende Untersuchung der Möglichkeiten und Bedingungen kultureller Teilhabe von Menschen mit Beeinträchtigungen in künstlerischen und schulischen Settings, Teilprojekt in Lüneburg: Sprachliche und musikalische Kommunikation in Settings kultureller Bildung. (Cornelie Dietrich und Markus Dederich). Gefördert vom Bundesministerium für Bildung und Forschung im Rahmen der Fördermaßnahme "Forschung zur kulturellen Bildung" (12/2016 - 11/2019)

  • Verbundvorhaben der Leuphana Universität Lüneburg und der Bundesakademie für Kulturelle Bildung, Wolfenbüttel: Musik, Stimme und Sprache in KiTa und Grundschule (MuSSiK-G).

  • Teilvorhaben: Koordination und Evaluation der Weiterbildung (Projektleitung: Prof. Dr. Cornelie Dietrich, Leuphana Universität Lüneburg)

  • Fördermaßnahme: Weiterbildung von Kunst- und Kulturschaffenden im Förderbereich Kulturelle Bildung. Gefördert vom Bundesministerium für Bildung und Forschung

  • Kulturelle Bildung in regionalen Bildungslandschaften. Ein Ländervergleich zwischen England und Deutschland. (Cornelie Dietrich und Anke Wischmann). Erschienen in der Zeitschrift für Sozialpädagogik (2016) 14(1), Seite 17-37.


Ansprechpartnerin/Kontakt
Prof. Dr. Cornelie Dietrich (Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!)
Leuphana Universität Lüneburg
Fakultät Bildung
Institut für Bildungswissenschaft
Scharnhorststr. 1
21335 Lüneburg

Telefon: 04131/677.1622
Telefax: 04131/677.1688

Scharnhorststr. 1, C1.220
21335 Lüneburg
Fon +49.4131.677-1622
Fax +49.4131.677-168
Scharnhorststr. 1, C1.220
21335 Lüneburg
Fon +49.4131.677-1622
Fax +49.4131.677-1688

Am Lehr- und Forschungsbereich Sportpädagogik verbindet die Initiative „Kulturelle Bildung in die Lehrerinnen- und Lehrerausbildung!" Aktivitäten in Forschung und Lehre mit der Vernetzung von inner- und außeruniversitären Partnern. Im Rahmen des vom BMBF geförderten Projekts inSTUDIESplus ist Kulturelle Bildung außerdem seit 2016 im Teilprojekt RUB Arts & Culture International integriert.

  • Profilbildende Studien Kulturelle Bildung: Seit dem Sommersemester 2013 ist der Erwerb eines Zusatzzertifikats innerhalb des Studiums möglich. Hierbei wird das Feld spartenübergreifend praktisch wie theoretisch kennengelernt, eigene ästhetische Erfahrungen gemacht und ein Transfer in die eigene Vermittlungspraxis forciert.

  • Parallel zur Lehre werden Forschungsarbeiten durchgeführt und Projekte wissenschaftlich begleitet. Forschungsschwerpunkte hierbei sind u.a. das Vermittlungshandeln von Tanzkünstler/innen in Schulen, Bedingungen gelingender Kultureller Bildung im (außer-)schulischen Kontext und Fortbildungen sowie das forschende Lernen.

  • Die Initiative führt in Kooperation mit kulturellen Partnern und Schulen regelmäßig Projekte durch, die für die Studierenden Erfahrungs- und Forschungsfeld zugleich sind. Diese werden dokumentiert und wissenschaftlich begleitet, wie u.a. die „Springschool" oder das Projekt „Schritt für Schritt" im Rahmen des BMBF-Programms „Kultur macht stark".

  • Im Rahmen von RUB Arts & Culture International (seit Oktober 2016) werden zur Internationalisierung des Campus diverse Kulturelle Bildungsformate in Kooperation mit kulturellen und internationalen Einrichtungen der RUB angeboten. Die interdisziplinären und Englisch sprachigen Angebote (z.B. die international ausgerichtete Summerschool) richten sich insbesondere an Master und PhD-Studierende.


Forschungsprojekte zur Kulturellen Bildung•Diversität in der Kulturellen Bildung
• Arbeitsprinzipien in Fortbildungen im Kontext Kultureller Bildung
• Qualitätsentwicklung, -sicherung und Evaluation von Tanzkunst als Angebot kultureller Bildung in Schulen
• Spezifik künstlerischen Vermittlungshandelns in der kulturellen Bildungspraxis
• Potential von Bewegung, Spiel und Tanz als Teilbereich Kultureller Bildung


Ansprechpartnerin/Kontakt:
Prof. Dr. Antje Klinge (Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!), Leitung des Lehr- und Forschungsbereichs Sportpädagogik und Sportdidaktik
Constanze Schulte (Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!)
Anna Carolin Weber (Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!)

Ruhr-Universität Bochum
Fakultät für Sportwissenschaft
LFB Sportpädagogik u. Sportdidaktik
Gesundheitscampus Nord Nr.10 / 44801 Bochum

inSTUDIESplus Projektbüro
Universitätsstraße 105
44789 Bochum

Telefon: 0234/3223870
Fax: 0234/3214246

 www.sportwissenschaft.rub.de/spopaed/kulturellebildung/

Das Fachgebiet Ästhetische Bildung und Bewegungserziehung beschäftigt sich mit Fragen ästhetischen Lernens in den verschiedenen künstlerischen Fächer in der Grundschule wie auch als fächerübergreifendes Unterrichtsprinzip. Das Modul Ästhetische Bildung und Bewegungserziehung ist in der hessischen Lehrerausbildung ein besonderer Baustein des Grundschullehramtstudiums. Auf der Grundlage theoretischer Kenntnisse sowie eigener Erfahrungen (beispielsweise in den Bereichen Musik, Bewegung/ Tanz, darstellendem Spiel, bildender Kunst, Literatur) lernen die Studierenden, Lernformen und Lernsituationen zu initiieren, die sinnengeleitet und körperbezogen sind, Fantasie und Kreativität fördern sowie Kindern die Gelegenheit geben, individuelle Eindrucks- und Ausdrucksformen zu erproben.

In Zusammenarbeit mit verschiedenen Grundschulen Kassels, Künstlerinnen und Künstlern aus den Bereichen Musik, Kunst, Literatur, Tanz und Theater sowie dem Kulturamt der Stadt Kassel erproben die Studierenden in schulbezogenen Projekten Möglichkeiten der Umsetzung ästhetischen Lernens in der Grundschule.

Forschungsprojekte zur Kulturellen Bildung

  • Förderung einer experimentellen Lernhaltung

Teilprojekt in PRONET (Projekt der Uni Kassel zur Qualitätsoffensive Lehrerbildung des BMBF)
Projektleitung: Prof. Dr. Verena Freytag, Prof. Dr. Frauke Heß, Frauke Mutschall, Prof. Dr. Tanja Wetzel; Wissenschaftliche Mitarbeiterin: Christiana Voss

Gestalterische Prozesse in den verschiedenen Künsten erfordern von Lernenden wie Lehrenden eine offene, flexible Haltung, die Bereitschaft, sich auf Unwägbarkeiten und ergebnisoffene Prozesse einzulassen sowie widersprüchliche Lösungen auszuhalten. Lehrkräfte benötigen in besonderer Weise die Fähigkeit, Geplantes loszulassen, eigene Ideen zu relativieren, Prozesse weniger lenkend als unterstützend zu begleiten, Impulse der Gruppe aufzunehmen und die eigene dominante Lehrerrolle zu relativieren. Entsprechende Verfahren sind an den Adressaten orientiert und kaum planbar, wenn sie ästhetische Erfahrungen überhaupt ermöglichen wollen, welche sich genuin durch Fremdheit, Andersartigkeit, Differenz und Unverfügbarkeit auszeichnen. Das Forschungsprojekt beschäftigt sich entsprechend diesen Annahmen mit der Frage, ob durch ein bestimmtes Lehr-Lernformat in den ästhetischen Fächern bei angehenden Lehrerinnen und Lehrern eine Lernhaltung gefördert werden kann, die hier ‚experimentierend‘ genannt wird.

  • Ästhetische Bildung in der LehrerInnenbildung

(Kooperation mit Dr. Caroline Theurer; Wissenschaftliche Mitarbeiterin: Tatjana Hein)
Das Forschungsvorhaben „Ästhetische Bildung in der LehrerInnenbildung“ untersucht den Einfluss des Studieninhalts Ästhetische Bildung“ auf den berufsbiographischen Prozess von Grundschullehramtsstudierenden. Ziel des gemeinsamen Projekts ist es auf der Grundlage qualitativer und quantitativer Daten zu rekonstruieren, inwiefern ästhetisch-kulturelle Bildung als querliegendes Prinzip in der Lehrerbildung sowohl für die Bildungsprozesse der Studierenden wie auch für das berufliche Handeln der angehenden Lehrerinnen und Lehrer impulsgebend sein kann.


Ansprechpartnerin/Kontakt
Prof. Dr. Verena Freytag (Email-Kontakt)

Mönchebergstraße 1
34125 Kassel
Gebäude: Mönchebergstrasse 1
Telefon: +49 561 804-4431

Das von zwei Fachbereichen, dem Fachbereich 1 Bildungswissenschaften und dem Fachbereich 2 Philologie / Kulturwissenschaften – eingerichtete Zentrum ist seit dem Sommersemester 2015 für den neuen Studiengang Darstellendes Spiel zuständig und soll darüber hinaus Impulse für die Forschung geben.

Die Wissenschaftliche Leitung des Zentrums liegt in der Verantwortung von Prof. Dr. Kristin Westphal (FB1), die Geschäftsführung obliegt Dr. Mayte Zimmermann. Eine Besonderheit liegt in der Kooperation mit dem Theater Koblenz. Dadurch erhalten die Studierenden des Zertifikatsstudiengangs Darstellendes Spiel auch eine professionelle Anleitung für eine praktische Theaterpädagogik. Eine Gastdozentur für Theaterwissenschaft, die zur Zeit von Prof. Dr. Müller-Schöll von der Goethe-Universität Frankfurt wahrgenommen wird, ergänzt das Studienprogramm.

Weitere Informationen

Ansprechpartnerin/Kontakt
Prof. Dr. Kristin Westphal

Die Fliedner Fachhochschule ist eine junge private Fachhochschule mit den Schwerpunkten Bildung, Pflege und Funktionsbereiche der Medizin. Sie entstammt der Kaiserswerther Diakonie in Düsseldorf – einem der ältesten diakonischen Unternehmen in Deutschland. 

Ästhetische Bildung wird hier als besondere Weise des kindlichen Weltzugangs verstanden. Im aktuellen elementarpädagogischen Diskurs und in allgemeinpädagogischer Tradition sind Bildende Kunst, Musik, Tanz, Theater und Literatur keine „Fächer“ – vielmehr gehört der aisthetische, d.h. der leib-sinnlich vermittelte Umgang mit sich und der Welt zum Zusammenspiel der „hundert Sprachen des Kindes“.

Forschung und Lehre der ästhetischen Bildung und Erziehung drehen sich also darum, ästhetische Erfahrungen zu ermöglichen, anzuregen und zu reflektieren. Dazu gehören Praxisprojekte, Exkursionen und Ausstellungen. Das Museum als Ort und das Sammeln, Ordnen und Ausstellen als Praxis bilden dafür einen besonderen Fokus. Forschung und Lehre bewegen sich somit zwischen ästhetischer Bildung, Kunstpädagogik und Museumspädagogik.

Forschungsprojekte zur Kulturellen Bildung

  • Kunstvermittlung im Museum als Erfahrungsraum

In einem Verbund von Museumspraktikern und Wissenschaftlern aus (Kunst-)Pädagogik, Soziologie, Psychologie und Kunstgeschichte soll das klassische Verständnis des Museums (zuerst als „Musentempel“, dann als „Lernort“) im Hinblick auf Pädagogik aktualisiert werden. Dazu werden empirische Studien und theoretische Konzepte zusammengeführt. Es zeigt sich, dass aus phänomenologischer Sicht das Erscheinen zum zentralen Bezugspunkt wird: Das Museum ist somit ein Ort, in dem jemandem etwas erscheint. Dies ist insbesondere in seiner leiblichen Dimension bedeutend und bildet für die Pädagogik einen entscheidenden Ausgangspunkt.

  • Aneignung und Erfahrung

Während das Thema „Vermittlung“ im pädagogischen Diskurs viel Raum einnimmt, ist die Aneignung durch die Teilnehmer bislang nur rudimentär erforscht. Aufbauend auf Jochen Kades Konzept der „Pädagogischen Kommunikation“ (Kade 1997) und eigener Forschung zur Interaktion in Kunstvermittlungssituationen (Hofmann 2015) soll der Aneignungsbegriff weiter empirisch und theoretisch geklärt werden. Insbesondere die Verbindung zum Begriff der Erfahrung (Dewey) bzw. der ästhetischen Erfahrung scheint erfolgversprechend. 


Ansprechpartner/Kontakt
Prof. Dr. Fabian Hofman (Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!)
Postadresse: Alte Landstraße 179 
Hausadresse: Geschwister-Aufricht-Straße 9
40489 Düsseldorf

Tel: +49 211 409 3242

Das Studium der Kunst | Kunstpädagogik an der Universität Osnabrück ist geprägt durch eine enge Verzahnung von Kunstwissenschaft, Kunstdidaktik und einer breit ausdifferenzierten künstlerischen Praxis. Der produktiven und reflexiven Auseinandersetzung mit den Potentialen künstlerischer Verfahren und Fragestellungen wird hierbei eine besondere Bedeutung zugemessen – ist gleichsam der Nukleus des Faches.

Um diesem Anspruch gerecht zu werden, stehen den Studierenden eine Vielzahl professionell eingerichteter und betreuter Werkstätten und Ateliers zur Verfügung, in denen die spezifischen künstlerischen Techniken und Konzeptionen im Rahmen von Lehrveranstaltungen vermittelt werden. Die künstlerische Praxis ist der Bezugsrahmen, auf den sich kunstwissenschaftliche und fachdidaktische Studien ausrichten.

Der Prozess der Ausbildung künstlerischer Expertise wird grundständig entwickelt und sukzessive ausdifferenziert. In der künstlerischen Grundlehre geht es um eine material- und erfahrungsbezogene Auseinandersetzung mit grundlegenden künstlerischen Verfahren, wobei zum einen grundlegen Kompetenzen ausgebildet und zum anderen weitergehende Potentiale und Schwerpunktbildungen antizipiert werden. Zielsetzung ist dabei die Ausbildung einer Haltung, die zur individuellen künstlerischen Arbeit befähigen soll.

In weiterführenden Lehrveranstaltungen können im Rahmen individuell geprägter Atelier-, Werkstatt- und Laborarbeit künstlerische Verfahren vertieft werden, wobei die Studienangebote sich in die beiden Bereiche Bildende Kunst (Malerei, Bildhauerei, Druckgrafik) und Visuelle Medien (Photographie, Mediendesign, Szenische Kunst) ausdifferenzieren.

Im Rahmen der kunst- und medienwissenschaftliche Lehrveranstaltungen geht es zum einen um die Ausbildung kunsthistorischer Kompetenz, und zum anderen um Herausbildung eines wissenschaftlichen Reflexionsrahmens, mittels dessen traditionelle und zeitgenössische künstlerische und mediale Praxen analysiert und im gesellschaftlichen Kontextbeschrieben werden können. In diesem Zusammenhang könne auch die Veranstaltungen des kunsthistorischen Instituts besucht werden. Diese Inhalte sind dann auch Gegenstand der kunstdidaktischen Lehrveranstaltung, in denen es um einen reflektierten Transfer künstlerische Inhalte und Wissensbestände in Kunstvermittlungsprozessen geht. Hinzu kommt hier die Auseinandersetzung mit der kunstpädagogischen Fachgeschichte, sowie der empirische fundierten Analyse unterrichtlich geprägter Kunstvermittlung im Kontext von Schule. Gleichzeitig werden Paradigmen der außerschulischen kulturellen Bildung forschungsorientiert erprobt und reflektiert.

Eine weitere Besonderheit des Faches ist eine umfangreiche Graphische Sammlung, die Originale aus fünf Jahrhunderten aufweist und die sowohl als Anschauungsmaterial fungieren, aber auch kunstwissenschaftlich beforscht werden. Ein weiterer wichtiger Bestandteil des Studiums sind Exkursionen zu Ausstellungen und Museen im In- und Ausland. Regelmäßig werden Fahrten zu den großen Museen beispielsweise in Paris, London, Amsterdam, Athen oder Venedig organisiert.

Studieninhalte
Die Studiengänge mit den Abschlüssen Bachelor und Master eröffnet Studierenden vielfältige Studien- und Berufsmöglichkeiten.

Studiengebiete
1. Künstlerische Praxis: Bildende Kunst, Zeichnung, Malerei, Bildhauerei, Druckgrafik, Visuelle Medien, Szenische Kunst, Medienkunst, Medien-Design, Fotografie/Film
2. Fachbezugswissenschaften: Kunst-, Künstler-, Kulturtheorien, Kunst- und Medienwissenschaft, Kunstgeschichte
3. Fachdidaktik: Schulische Kunstvermittlung: Grund-, Haupt-, Realschule, Gymnasium, Außerschulische Kunstvermittlung

Employability
Die Absolvent_innen der Lehramtsstudiengänge des Fachgebiets Kunst/Kunstpädagogik an der Universität Osnabrück haben die Möglichkeit sich in den weiterführenden Ausbildungsgängen der staatlichen Schulbehörde in den Lehramtsbereichen GHR (Grund- Haupt- und Realschulen) und Gymnasium/Gesamtschulen ausbilden zu lassen.
Den Absolvent_innen des Master-Studiengangs „Kunst & Kommunikation“ stehen ein breit gefächertes Spektrum von Berufsfeldern zur Verfügung. Als mögliche Arbeitgeber kommen Universitäten und andere Forschungseinrichtungen, Museen, Kunstschulen, Jugendkunstschulen, Erwachsenenbildungsstätten, Presse, Verlagswesen, Film und Fernsehen, Medienagenturen, kunsttherapeutische Einrichtungen, Freizeiteinrichtungen, kommunale Stellen für Öffentlichkeitsarbeit, Volkshochschulen, Kulturämter sowie Galerien und Kunststiftungen in Frage.

Aktuelle Forschungsprojekte zur Kulturellen Bildung
• seit 2016: Emotionale Kompetenz im Wirkungsbereich kunstpädagogischen Handelns (Arts education and affective skills) (zusammen mit Jonas Hogh MA) (gefördert durch die DFG)
• seit 2017: „Transkulturelle Kunstvermittlung“. In Kooperation mit der "Buryat State University", Ulan Ude (Russische Föderation). Kooperation mit Prof. Dr. Zoja Paznikova. (gefördert durch die Sievert Stiftung und die Gesellschaft für politische Bildung)

Ansprechpartner/Kontakt
Prof. Dr. Andreas Brenne (Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!)
Professor für Kunstdidaktik/Kunstpädagogik
Sprechstunde im Semester: Montag 14 -16 Uhr
Raum 201
Telefon: 0541 969 4169
http://kuenstlerischefeldforschung.blogspot.de/