„Kritische Kulturpädagogik“ setzt sich – wie jede Pädagogik – in Theorie und Praxis mit der Frage auseinander, wie die Entwicklung von Persönlichkeit und Handlungsfähigkeit gelingen kann. Hierbei spielen neben unmittelbaren pädagogischen Interventionen die jeweiligen gesellschaftlichen Rahmenbedingungen eine wichtige Rolle. Diese verändern sich im Zuge einer neoliberalen Sicht auf Gesellschaft und Mensch seit einiger Zeit gravierend. Daher scheint es notwendig zu sein, mehr und intensiver als bisher in der Kulturpädagogik nicht nur diese Rahmenbedingungen mit ihren Auswirkungen zu untersuchen, sondern auch zu reflektieren, inwieweit Widerständigkeit als pädagogisches Prinzip verstärkt in Forschung, Theorie und Praxis berücksichtigt werden muss. Insbesondere bedeutet das, sich intensiv mit Prozessen der Liberalisierung, Ökonomisierung und Globalisierung auseinander zu setzen. Es geht zudem um eine erneute Arbeit an unseren Begrifflichkeiten, ihrer theoretischen Fundierung und ihrer historischen Genese.

Das Themencluster „Kritische Kulturpädagogik“ will diesen Fragen nachgehen. Eine erste ausführlichere Beschreibung dieses Ansatzes findet sich in dem Text von Max Fuchs: Brauchen wir eine Kritische Kulturpädagogik? (www.kubi-online.de). Außerdem erschien 2017 der Sammelband Kritische Kulturpädagogik. Gesellschaft - Bildung - Kultur von Max Fuchs und Tom Braun (Hrsg.).

Clustersprecher
Tom Braun, Bundesvereinigung kulturelle Kinder- und Jugendbildung Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!
Max Fuchs, Universität Duisburg-Essen Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

Geplante Aktivitäten
Ein konstituierendes Treffen des Themenclusters fand auf der 8. Netzwerktagung in Kassel statt (4.-6. Oktober 2017).

Die Themencluster Kulturelle Bildung und Inklusion, Kulturelle Bildung und Lebensalter sowie Interaktion und Partizipation, Kritische Kulturpädagogik und Kulturelle Bildung international nehmen die kommende Netzwerktagung (10.-12. Oktober 2018) zum Anlass, sich zu treffen und zu präsentieren. Hier haben Sie Gelegenheit, die Inhalte und Mitglieder kennen zu lernen und sich vor Ort auszutauschen. Die Clustertreffen finden am Donnerstag, 11. Oktober, von 17 bis 18.30 Uhr statt.

Kulturelle Bildung kann zur Sicherung des Menschenrechts auf kulturelle Teilhabe beitragen. Kulturelle Bildung zielt auf eine Vermittlung von kulturellen Kompetenzen ab, welche sensible Ansätze zur Erforschung der Zusammenhänge des gesellschaftlichen Lebens aufgreifen und die Achtung und Förderung der Vielfalt kultureller und künstlerischer Ausdrucksformen gemäß der UNESCO-Konvention von 2005 als Grundlage unseres Handelns verstehen. Hierzu bedarf es kulturpolitischer Strukturen.

Im globalen Vergleich sind weder Formate kultureller Bildung noch die dazugehörigen kulturpolitischen Strukturen noch die jeweiligen Gesellschaftsstrukturen homogen und gleichförmig. Lokal verankerte Ansätze können für Konzepte andernorts von großer Bereicherung sein. Ein internationaler Vergleich kann großen Mehrwert für Formate der Zukunft darstellen. Zunächst aber gilt es die Vielfalt der Ansätze und deren Verortungen in gesellschaftlichen Transformationsprozessen verstehen zu lernen.

Cluster-Sprecher_innen
Prof. Dr. Wolfgang Schneider Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!
Dr. Daniel Gad Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

Geplante Aktivitäten
Arbeitstreffen im Rahmen der internationalen Konferenz "Cultural Policy for Arts Education. A first African-European Exchange". A Research Atelier hosted by the UNESCO Chair in Cultural Policy for the Arts in Development at the Department of Cultural Policy of the University of Hildesheim in cooperation with the Bundesakademie für Kulturelle Bildung Wolfenbüttel am 1. und 2. Februar 2018.

Die Themencluster Kulturelle Bildung und Inklusion, Kulturelle Bildung und Lebensalter sowie Interaktion und Partizipation, Kritische Kulturpädagogik und Kulturelle Bildung international nehmen die kommende Netzwerktagung (10.-12. Oktober 2018) zum Anlass, sich zu treffen und zu präsentieren. Hier haben Sie Gelegenheit, die Inhalte und Mitglieder kennen zu lernen und sich vor Ort auszutauschen. Die Clustertreffen finden am Donnerstag, 11. Oktober, von 17 bis 18.30 Uhr statt.

Das Themencluster "Kulturelle Bildung und Inklusion" befasst sich aus drei unterschiedlichen Perspektiven mit den beiden Begrifflichkeiten Kulturelle Bildung und Inklusion. Zum einen geht es um die Frage von Inklusion im Sinne von Teilhabe an Kultureller Bildung. Hier können Fragen von Barrierefreiheit, Teilhabegerechtigkeit und der Entwicklung innovativer und inklusiver Vermittlungsformate verhandelt werden. Den zweiten Schwerpunkt bildet die Doppel-Frage nach Qualitätskriterien. Ab wann genügen Projekte künstlerisch-ästhetischen Ansprüchen von Publikum und Produzierenden und ab wann kann tatsächlich von inklusiver Kulturarbeit gesprochen werden? Und wie kann es gelingen, beide Standards gleichermaßen zu berücksichtigen? Dritter Schwerpunkt ist die Frage der wechselseitigen Beeinflussung von künstlerischen und inklusiven Prozessen? Kann das Paradigma der Inklusion hilfreich sein bei der Entwicklung neuer künstlerischer Formate? Und können gemeinsam gestaltete künstlerische Prozesse helfen zu verstehen, worum es bei Inklusion eigentlich geht?

In diesem Cluster ist Platz für viele Fragen, aber auch für viele Antwortversuche und unterschiedlichste Projekt- und Forschungsideen und –methodologien. Über die eigene inhaltliche Fokussierung hinaus, wird es auch Aufgabe des Clusters sein, den anderen Themenclustern die Annäherung an und die Auseinandersetzung mit dem Themenfeld Inklusion zu ermöglichen.

Mögliche Aktivitäten des Clusters

  • Inklusiver Kulturkalender online: hier könnten inklusive Kulturprojekte angekündigt werden (Konzerte, Performances, Filme, etc. aber auch Vorträge und Fortbildungen zum Thema)
  • Ggf. Koordinierung von Lehr-Tandems, Lehrende unterschiedlicher Institutionen gehen für einen Gastvortrag, Praxistag o.ä. in die jeweils andere Einrichtung.
  • Ggf. eine kleine Ringvorlesung an der Universität Siegen
  • Gemeinsame Organisation von Fortbildungen, die für das Themenfeld und die Clustermitglieder interessant sind (empirisch forschen im Kontext von Behinderung, Unterstützte Kommunikation im Kontext Kunst und Kultur...) zum gegenseitigen Austausch von persönlichen Expertisen.
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Cluster-Sprecher_innen
Prof. Dr. Juliane Gerland Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!
Dr. Katharina Witte Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

Bisherige und geplante Aktivitäten
Ein erstes Treffen des Themenclusters fand am 10. Februar 2017 in Dortmund statt Einladung und Programm des konstituierenden Treffens, ein zweites im Rahmen der 8. Netzwerktagung.
Ein weiteres Treffen fand am 23. Februar 2018 an der PH in Ludwigsburg statt.

Die Themencluster Kulturelle Bildung und Inklusion, Kulturelle Bildung und Lebensalter sowie Interaktion und Partizipation, Kritische Kulturpädagogik und Kulturelle Bildung international nehmen die kommende Netzwerktagung (10.-12. Oktober 2018) zum Anlass, sich zu treffen und zu präsentieren. Hier haben Sie Gelegenheit, die Inhalte und Mitglieder kennen zu lernen und sich vor Ort auszutauschen. Die Clustertreffen finden am Donnerstag, 11. Oktober, von 17 bis 18.30 Uhr statt.

Mit Diversität verknüpft sich die Erwartung auf eine neue Perspektive auf Gesellschaft. Ein neuer Umgang mit Vielfalt soll implementiert werden. Aber ist das Thema in der Kulturellen Bildung angekommen und wie und von wem wird es diskutiert? Werden Fragen nach Ein- und Ausschlüssen gestellt oder wird die Vielfalt verschiedener Gruppen als ein fröhlicher, bunter Strauß gefeiert, bei dem ausgeblendet wird, dass es unterschiedliche Zugangschancen gibt, dass Kunst und Kultur noch immer als Distinktionsmerkmal fungieren? Zuschreibungen erfolgen auch gerade über Kultur, d.h. kulturelle Merkmale werden essentialisiert und als vermeintlich "typische" und einzig mögliche Eigenschaften dargestellt, so dass z.B. Personen mit dem sogenanntem Migrationshintergrund oder aktuell geflüchtete Menschen in Projekten der Kulturellen Bildung ihre "Herkunftskultur" repräsentieren sollen, nicht als einen, sondern als ausschließlichen Teil ihrer Identität. Werden sie nicht eben dadurch zu den "Anderen", weil sie als eine spezielle Zielgruppe formuliert werden und somit eine Kontrastfolie zu den unsichtbar verbleibenden "Nicht-Anderen" bilden? Gleiches kann für weitere Diversitätsdimension wie Geschlecht, Behinderung, Alter etc. ausdifferenziert werden.

Das Themencluster "Kulturelle Bildung und Diversität" will diesen Fragen in unterschiedlichen Bereichen und künstlerischen Sparten der Kulturellen Bildung nachgehen. Es möchte Aktivitäten initiieren, die sowohl Forschungs- als auch Praxisrelevant sind und den Prozess zu einer diversitätsbewussten Kulturellen Bildung kritisch begleiten, voran bringen und blinde Flecken aufzeigen. 

Clustersprecher_innen
Nina Stoffers Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!
Ulaş Aktaş, Friedrich-Alexander Universität Erlangen-Nürnberg Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!
Nina Simon Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

Bisherige und geplante Aktivitäten Aktivitäten
Das Cluster war auf der 8. Netzwerktagung in Kassel mit einem Beitrag vertreten.
Am 18. Januar fand eine weitere Telefonkonferenz statt.

Kulturelle Bildung wird oftmals primär mit den Lebensphasen Kindheit und Jugend verbunden – gleichzeitig wird ein Verständnis Kultureller Bildung formuliert, das den gesamten Lebenslauf umfasst. Entstehen aktuell zunehmend Angebote und Forschungsstudien zur Kulturellen Bildung in der Dritten Lebensphase, dem aktiven Alter, sind beispielsweise Erwachsene in der Phase von Erwerbsarbeit und aktiven Familienphase sowie das hohe Alter bislang wenig präsent und Praxis und Forschung hierzu durch Desiderate gekennzeichnet. Hieraus ergeben sich verschiedene Fragestellungen auf Mikro- Meso- und Makroebene:

Inwiefern gibt es lebensphasenspezifisch geprägte Themen und Bedarfe im Hinblick auf Kulturelle Bildung? Wie werden diese in Angeboten einbezogen und aufgegriffen? Welche Chancen und Herausforderungen zeichnen intergenerationelle Angebote Kultureller Bildung aus? Welche Potenziale sind mit diesen im Hinblick auf gesellschaftliche Entwicklungen und das Verhältnis der Generationen verbunden? Wie können und müssen Ansätze und Methoden zur Erforschung Kultureller Bildung im Hinblick auf verschiedenen Lebensphasen gestaltet sein? Welche jeweiligen Bezugsdisziplinen liefern theoretische und didaktische Erkenntnisse hierzu? Welche Begrifflichkeiten und Kategorien sind zentral?
Welche Potenziale bietet Kulturelle Bildung für den Übergang in und die Gestaltung neuer Lebensphasen? Welche Möglichkeiten bieten die verschiedenen Kunstsparten und Ausdrucksformen in den jeweiligen Lebensaltern?

Das Cluster setzt sich mit Angeboten der Praxis und Ansätzen der Forschung zur Kulturellen Bildung in den verschiedenen Lebensphasen auseinander. Liegt ein besonderer Fokus zunächst auf der Lebensphase Alter und auf intergenerationellen Angeboten, werden perspektivisch auch Fragen verhandelt, die sich etwa mit Kultureller Bildung und ihrer Erforschung in frühen Lebensphasen beschäftigen.

Cluster-Sprecher_innen
Sarah Kuschel Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!
Katrin Temme Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

Bisherige und geplante Aktivitäten
Die bisherigen Treffen des Clusters fanden am 26. Januar und am 19. Mai 2017 in Hannover, im Rahmen der 8. Netzwerktagung in Kassel sowie am 12. Januar 2018 in Bonn und am 14. Juni in Frankfurt statt.

Die Themencluster Kulturelle Bildung und Inklusion, Kulturelle Bildung und Lebensalter sowie Interaktion und Partizipation, Kritische Kulturpädagogik und Kulturelle Bildung international nehmen die kommende Netzwerktagung (10.-12. Oktober 2018) zum Anlass, sich zu treffen und zu präsentieren. Hier haben Sie Gelegenheit, die Inhalte und Mitglieder kennen zu lernen und sich vor Ort auszutauschen. Die Clustertreffen finden am Donnerstag, 11. Oktober, von 17 bis 18.30 Uhr statt.

Kulturelle Bildung ist nicht nur von ihren Gegenständen, Zielen oder Strukturen aus zu denken, sondern auch aus ihren spezifischen Vollzügen und Interaktionen. Der in den letzten Jahren zu konstatierende "performative turn" in den Kultur-, Geistes- und Sozialwissenschaften hat auch für die Erforschung kultureller Bildungsprozesse erhebliche Konsequenzen.

Das Cluster setzt hier an und stellt die interaktive Prozesshaftigkeit kultureller Handlungen und das spezifisch kulturpädagogische Handeln in den Mittelpunkt. Begriffe wie Performanz, Präsenz, (ästhetische) Erfahrung, Aneignung, Partizipation und Interaktion rücken damit in den Blick. Bildungsprozesse werden unter dieser Perspektive nicht nur als kognitive, sondern auch als körperliche und soziale Vollzüge verstanden, die sich in situativen Interaktionen vollziehen. Sie öffnen eine Perspektive des Forschens, die Kultur stärker von seinen kreativen und wirklichkeitskonstituierenden Momenten aus denkt und damit der Forderung nach kultureller Teilhabe anders begegnen kann.

Damit verlagert sich das Interesse auf die konkreten Handlungen und Handlungsmöglichkeiten in Angeboten kultureller Bildung. Einerseits sollen vorhandene Theoriekonzepte hinterfragt und erweitert, andererseits die Praxis reflektiert und unterstützt werden. Bestärkt durch partizipatorische Strategien in den zeitgenössischen Künsten, der teilnehmerorientierten Weiterentwicklung von Kulturinstitutionen und Konzepten zur Teilhabe an kultureller Bildung, sollen Realitäten und Möglichkeiten der Partizipation erforscht werden.

Cluster-Sprecher_innen
Dr. Kerstin Hallmann Email-Kontakt
Prof. Dr. Fabian Hofmann Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

Bisherige und geplante Aktivitäten
Die bisherigen Treffen des Clusters fanden am 6. März 2017 in Düsseldorf, am 4. Juli 2017 in Hannover, im Rahmen der 8. Netzwerktagung in Kassel sowie am 15. Februar und 6. September 2018 in Frankfurt/Main statt.

Die Themencluster Kulturelle Bildung und Inklusion, Kulturelle Bildung und Lebensalter sowie Interaktion und Partizipation, Kritische Kulturpädagogik und Kulturelle Bildung international nehmen die kommende Netzwerktagung (10.-12. Oktober 2018) zum Anlass, sich zu treffen und zu präsentieren. Hier haben Sie Gelegenheit, die Inhalte und Mitglieder kennen zu lernen und sich vor Ort auszutauschen. Die Clustertreffen finden am Donnerstag, 11. Oktober, von 17 bis 18.30 Uhr statt.