Innerhalb der Dissertation werden internationale Theaterfestivals und ihre künstlerischen und vermittelnden Formate auf ihr partizipatives Potential hin untersucht. Fragen die dahinter stehen sind z.B.: Bieten internationale Theaterfestivals Raum zur Partizipation für ein internationales Publikum? Leisten internationale Theaterfestivals einen Beitrag zu einer „europäischen Identität“?

Ziel der Dissertation ist eine qualitative Vergleichsstudie von internationalen Theaterfestivals und deren Formaten unter besonderer Berücksichtigung der Frage, in welcher Art und Weise Festivals Raum für künstlerische Partizipation bieten und was für ein Kultur- beziehungsweise Europabild innerhalb dieser konstituiert wird. Unter der These, dass das gemeinsame Kunst-Schaffen gemeinschaftsbildend ist und eine Grundlage für eine kollektive Identitätsbildung erzeugen kann, meint Partizipation hier die Möglichkeit, durch künstlerische und vermittelnde Theaterformen einen Beitrag zu einer transnationalen Identitätsbildung zu leisten. Neben der Untersuchung von künstlerischen Formaten spielen die vermittelnden Formate wie beispielsweise Publikumsgespräche, Symposien, Round Tables und Workshops eine gleichwertige Rolle. Kern der Untersuchung ist es aufzuzeigen, welches Verständnis der Begriffe „international“, „Internationalität“ und „Europa“ innerhalb der Festivalsprache vorherrscht. Die Untersuchung soll deutlich machen, ob und in welcher Weise sich internationale Theaterfestivals als Plattform für künstlerische Partizipation und die Entwicklung von Internationalitätskonzepten verstehen. Die übergeordnete Frage ist, ob Theater in seinen Festivals einen Raum für internationale Gesellschaft bietet und damit verbunden zu einem Ort gesellschaftlicher Diskussion wird.

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